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Über den Dienst der Liebe

Ein wichtiger Teil im Leben der Kirche ist der diakonische Dienst, der Dienst der Liebe. Unter den ersten Christen führten die Diakone zur Zeit des gemeinsamen Essens den Dienst bei Tisch aus. Außerdem war nach dem Zeugnis der Apostelgeschichte ihre Aufgabe, die Witwen und Waisen zu besuchen. Auch in der modernen Zeit blieb der Besuch lange bestehen auch zum beispiel im Komárno, so dass jeder Diakon seinen eigenen Bezirk innerhalb der Gemeinde hatte. Diejenigen, die dem sonntäglichen Gottesdienst fernblieben, besuchten sie zu zweit, um zu sehen, aus welchem Grund sie nicht anwesend waren. Das hielt die Gemeinde zusammen. Der Mensch war ja zum Bild und Gleichnis Gottes geschaffen. Das jedoch ist nicht ein äußeres Bild, sondern uns schwebte die Möglichkeit vor, dass wir zusammen und mit seiner Hilfe so wirken können, daß Gott zeige, wer er ist. Im 1. Johannesbrief lesen wir: „Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1Joh 4,16). Wenn ich sage, dass ich zu Gott gehöre, dann ist die Liebe das, wodurch ich zeigen kann, wer Gott ist. Nicht ein Mann mit Bart oder wie er gewöhnlich dargestellt wird, denn niemand hat Gott je gesehen, hingegen seine Liebe kann man spüren. Wenn ich in der Liebe lebe und darin glücklich bin, dann muss ich das zeigen. Dann kann ich mich dem anderen Menschen zuwenden, und das ist dann Diakonie, der Dienst der Liebe. So wird der Mensch zum Bild Gottes in der Welt. Das wäre zu wünschen, wenn die Menschen erkennen würden, dass das, was sie tun, sie nicht für irgendetwas tun, sondern für jemanden, für Jesus Christus. Dafür, weil wir von ihm das ewige Leben empfangen und die Liebe in uns wirkt und wir dies weitergeben. Wenn das geschieht, dann, denke ich, dass unsere Gemeinden auch zahlenmäßig wachsen und stark werden können; in jedem Fall aber wird die Verherrlichung Gottes größer und stärker. Gegenwärtig versuchen wir, unsere Diakonie mit den Diakonie Zentrum als Dachverband aufzubauen. Die wichtigste Aufgabe eines Dachverbandes ist, dass Informationen verarbeitet und an die entsprechenden Stellen weitergeleitet werden zur Unterstützung dafür, dass in den Gemeinden Diakonie aufgebaut wird. In der Zukunft wäre es sehr wichtig, dass die Arbeit des Diakoniezentrums zusammen mit den Gemeinden reife. Es wäre sehr gut, wenn die Gemeinden ihren diakonischen Dienst, den sie bis dahin tun, mit der Unterstützung durch bestimmte Informationen noch nachhaltiger durchführen würden.